Aktiv Werden

Nachhaltigkeit sichern

Damit Massnahmen gegen Diskriminierung und für eine Kultur des Respekts nachhaltig wirken, braucht es Kohärenz, Verankerung und kontinuierliche Weiterentwicklung. Schulen sind lernende Organisationen: Sie überprüfen ihre Strategien regelmässig, passen sie an neue Herausforderungen an und verankern sie dauerhaft im Schulalltag.

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Kohärenz der Massnahmen

Ziel

Alle Aktivitäten und Projekte sind aufeinander abgestimmt und an den gemeinsamen Orientierungen und dem Leitbild der Schule ausgerichtet. So werden Doppelspurigkeiten vermieden und die Wirkung der Massnahmen gestärkt.

Orientierungshilfen für das Aktivwerden:

  • Leitbild als gemeinsamen Bezugspunkt nutzen: Das Leitbild und die definierten Werte dienen als roter Faden für Prävention, Unterricht, Schulentwicklung und Zusammenarbeit und werden regelmässig sichtbar gemacht.
  • Massnahmen miteinander verbinden: Prävention, Unterricht, Elternarbeit und Schulentwicklung werden bewusst aufeinander abgestimmt und in bestehende Schulentwicklungsprozesse integriert.
  • Koordination erleichtern: Eine gemeinsame Planung (z. B. Jahresübersicht oder einfache Projektplanung) schafft Überblick über laufende Aktivitäten, Zuständigkeiten und zeitliche Abfolgen.
  • Wirkung im Blick behalten: Schulen überprüfen regelmässig, ob Massnahmen die gewünschte Wirkung entfalten, und gleichen sie mit den gemeinsamen Zielen und Orientierungen ab.

Strukturelle Verankerung

Ziel

Massnahmen zum Schutz vor Diskriminierung und zur Förderung von Respekt sind verbindlich in den zentralen Steuerungsinstrumenten der Schule verankert und mit den nötigen Ressourcen ausgestattet.

Orientierungshilfen für das Aktivwerden:

  • Verankerung in zentralen Dokumenten: Schutz vor Diskriminierung, Vielfalt und Respekt werden verbindlich im Schulprogramm und in der Qualitätsentwicklung festgehalten.
  • Schutzkonzepte verbindlich umsetzen: Schutzkonzepte mit klaren Zuständigkeiten, Verfahren und Meldewegen werden beschlossen, kommuniziert und regelmässig überprüft.
  • Ressourcen sichern: Zeit, Budget und personelle Ressourcen für Weiterbildungen, Prävention und Begleitung werden eingeplant und regelmässig überprüft.
  • Personalprozesse einbeziehen: Relevante Haltungen, Verfahren und Schutzkonzepte werden in Mitarbeitendengesprächen, Zielvereinbarungen und im Onboarding neuer Lehrpersonen berücksichtigt.

Flexibilität und Anpassungen

Ziel

Die Strategien werden kontinuierlich evaluiert, die Wirksamkeit durch Feedback gemessen und die Massnahmen werden proaktiv an neue gesellschaftliche und digitale Herausforderungen angepasst.

Orientierungshilfen für das Aktivwerden:

  • Regelmässige Standortbestimmungen durchführen: Einfache Rückmeldungen oder kurze Befragungen helfen, den aktuellen Stand der Massnahmen zu erfassen.
  • Partizipatives Feedback nutzen: Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern, Eltern und dem Kollegium fliessen systematisch in die Weiterentwicklung der Massnahmen ein.
  • Erfahrungen reflektieren: Nach herausfordernden Vorfällen werden Erfahrungen gemeinsam ausgewertet, um daraus zu lernen und Prozesse zu verbessern.
  • Anpassungsfähigkeit sichern: Massnahmen werden laufend an neue gesellschaftliche Entwicklungen, digitale Dynamiken oder veränderte schulische Rahmenbedingungen angepasst.
Unterstützung und Materialien

Wer kann unterstützen?

Die Sicherung der Nachhaltigkeit wird durch geeignete Instrumente, Leitfäden und fachliche Begleitung unterstützt. Sie helfen Schulen, Massnahmen regelmässig zu überprüfen und dauerhaft im Schulprogramm sowie in der Schulentwicklung zu verankern.

Anlaufstellen und Fachnetzwerke
  • Pädagogische Hochschulen (PHs) und Fachstellen für Schulentwicklung: Unterstützen Schulen mit fachlicher Beratung bei der Verankerung von Diskriminierungsschutz, Vielfalt und Respekt in Schulprogrammen, Qualitätsentwicklung und internen Steuerungsprozessen.
  • Externe Evaluation und Beratung: Externe Fachpersonen begleiten Schulen bei der reflektierten Standortbestimmung und bei der Einschätzung der Wirksamkeit von Massnahmen aus einer unabhängigen Perspektive.
  • Anbieter von Feedback- und Beteiligungsinstrumenten: Tools: Stellen Methoden und Tools zur Verfügung, um Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern, Eltern und dem Kollegium systematisch zu erfassen und partizipative Weiterentwicklungsprozesse zu unterstützen.
  • Vorlagen für Schulprogramm und Qualitätsentwicklung: Muster und Beispiele zur strukturellen Verankerung von Diskriminierungsschutz, Vielfalt und Respekt in zentralen Schuldokumenten.
  • Instrumente zur Standortbestimmung: Checklisten oder Übersichten, die eine regelmässige Einschätzung der Umsetzung und Nutzung von Massnahmen ermöglichen (z. B. Reflexion von Erfahrungen, Nutzung von Unterstützungsangeboten).
  • Instrumente zu Erfahrungsreflexion: Strukturierte Hilfsmittel zur gemeinsamen Auswertung von Erfahrungen nach herausfordernden Vorfällen, um daraus zu lernen und Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Weitere Themen zu 'Aktiv werden'

Gemeinsame Orientierung finden

--> Etablierung eines gemeinsamen Wertefundaments und einer klaren Haltung.

Kompetenzen fördern

--> Aufbau und Stärkung notwendiger Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Friedensraum Schule gestalten

--> Verankerung von Kultur und Verfahren.

Netzwerke bilden und pflegen

--> Nutzung interner und externer Unterstützung.